Karottenöl - Beautybooster für Haut und Haare?
Karottenöl gilt als das Wundermittel in Sachen Schönheit und Pflege: Es soll die Haare pflegen, ein gleichmäßiges Hautbild zaubern und sogar ein Foundation-Ersatz sein, und das nur für ganz wenige Euros. Was ist dran am Beauty-Hype? NEW YORKER News macht den Check.
1. Feuchtigkeitsbooster 
Karottenöl wird aus der Wurzel der Möhren hergestellt und zeichnet sich durch einen besonders hohen Gehalt an Vitamin A aus, das wiederum eine große Rolle beim Aufbau und bei der Erneuerung unserer Haut spielt. Gerade in der Winterzeit spendet Karottenöl viel Feuchtigkeit und pflegt trockene und rissige Haut. Dank seiner natürlichen Inhaltsstoffe ist es frei von Nebenwirkungen und gut verträglich. Das Öl kann perfekt als Tages- und Nachtpflege auf die Haut aufgetragen werden: Nach der Gesichtsreinigung einfach ein paar Tropfen des Öls in die Handflächen geben und in die feuchte Haut einmassieren. 

2. Foundation-Ersatz 
Karottenöl ist der perfekte Ersatz für Foundation und verleiht ein gleichmäßiges, leicht getöntes Hautbild, gerade im Winter dient es als ideale Pflege für blasse und müde wirkende Haut. Allerdings sollte bei der Verwendung unbedingt darauf geachtet werden, dass das Öl bei der Anwendung sparsam verwendet wird - sonst können unschöne Flecken auf der Haut entstehen! Wer auf Nummer sicher gehen möchte, mischt das Karottenöl in seine Hautpflege und verhindert so, dass das Gesicht zu dunkel oder gar orange erscheint. Stattdessen wirkt der Teint gesund und natürlich gebräunt und die Sommerbräune wird dank der Karotte sogar noch verlängert.
 
3. Anti-Aging-Pflege 
Ein weiterer toller Nebeneffekt ist, dass Karottenöl vorbeugend gegen Hautalterungen und Faltenbildung eingesetzt werden kann. Das enthaltene Vitamin A, auch als Retinol bekannt, besitzt zellschützende Eigenschaften und trägt zur Zellerneuerung bei. Dadurch wirkt die Haut gestrafft und frisch. Daneben kann Karottenöl vor Sonnenbrand schützen und der Inhaltsstoff Pro-Vitamin A hilft bei Hautunreinheiten wie Mitesser und Pickel und lässt sie auf natürliche Weise abheilen. 
 
4. Haarspliss loswerden 
Karottenöl verleiht nicht nur ein gleichmäßiges Hautbild, sondern dient auch als Reparatur und Stärkung der Haarspitzen. Für die intensive Pflege massiert man eine kleine Menge in die Haarspitzen ein und lässt das Öl 10 bis 15 Minuten einwirken, bevor es wieder ausgespült wird. WICHTIG: Wer besonders trockene Stellen hat, sollte darauf achten, dass das Karottenöl bei der Anwendung nicht auf die Kopfhaut gelangt. Das enthaltene Carotin wird von der trockenen Haut einfacher aufgenommen und verfärbt sie dadurch. Die Haare sind davon aber nicht betroffen. Unbedingt vor Benutzung die Kleidung gut abdecken, da sich Karottenöl-Flecken nur sehr schwer entfernen lassen. 

Karottenöl ganz einfach selbst zubereiten 

 
Reines Karottenöl gibt es in Drogeriemärkten, Bioläden oder im Reformhaus und kostet pro Fläschchen um die fünf Euro. Auch wenn auf einigen Fläschchen "kaltgepresst" drauf steht, ist das so nicht richtig. Denn Karotten enthalten kein Öl, das ausgepresst werden könnte. So ist die Basis von Karottenöl ein anderes Naturöl, das dann mit Karotten angereichert wird. Mit wenigen Inhaltsstoffen gelingt die Herstellung auch ganz einfach zuhause.

Das wird benötigt:
  • 20 ml kaltgepresstes Sesamöl, alternativ Jojoba- oder Mandelöl 
  • eine geriebene Karotte 
  • ein großes, verschließbares Glas 
  • einen Topf 
  • ein Küchentuch 

So geht's:

Das Naturöl und die geriebene Karotte in ein verschließbares Glas geben, das wiederum in einen Topf mit kochendem Wasser gestellt wird. Das Glas so lange im heißen Wasserbad belassen, bis die Raspeln weich werden und das Öl sich orange einfärbt. Danach die Mischung durch ein sauberes Küchentuch seihen und anschließend in ein Fläschchen füllen.