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Hit Tipp | Alvaro Soler mit "Mar De Colores"

„Ohne das Meer kann ich nicht leben.“ Weil das gleiche auch für die Musik gilt, war der Titel von Alvaro Solers neuem Album quasi ein Selbstläufer. „Mar De Colores“ („Meer aus Farben“) bestätigt sein Händchen für Songs, zu denen seit den #1-Hits „El Mismo Sol“ oder „Sofia“ die ganze Welt tanzt.

Gleichzeitig öffnet es den Blick für seine gesamte musikalische Brandung aus spanischem Pop mit Folk-, HipHop- und Weltmusik-Elementen bis zu großem Orchester-Sound. Auf „Mar De Colores“ zeigt er alle seine Farben: intime Geschichten über Fernweh und Heimat in Barcelona, Tokio und Berlin – erzählt mit Charme und Humor von einem vielseitigen Sänger und Songwriter.

„Meine Awards liegen unter dem Bett.“ Obwohl Alvaro Soler erst ein Album veröffentlicht hat, ist seine Bilanz imposant: Hitsingles wie „Sofia“ und „El Mismo Sol“ meldeten insgesamt mehr als 30 Gold-, Platin- und Diamant-Awards, sorgten für drei „Latin American Music Award“-Nominierungen und über eine Milliarde Klicks sowie täglich 1,7 Millionen Fans auf seinem YouTube-Kanal.

„Ich bin eher der ruhige Typ.“ Mit einer spanischen Mutter und einem deutschen Vater wachsen Alvaro und seine Geschwister in Barcelona auf. Als er zehn ist ziehen sie nach Tokio, wo die Kinder die deutsche Schule besuchen, auf der fast jeder Musik macht. „Damals dachte ich, dass Singen wie Laufen ist. Ich habe erst später in Spanien begriffen, dass das gar nicht jeder kann.“ Weil der Vater weiß, wie wichtig ein Zuhause ist, geht die Familie 2009 zurück nach Barcelona. Dennoch hat ihn die Jugend in Japan natürlich geprägt „Ich habe früh gelernt, dass man sich Erfolg erarbeiten muss. Meine Zeit in Tokio mit Werten wie Ausdauer und Respekt hat daran sicher Anteil.

"Ich möchte den Menschen die Welt von Alvaro Soler nahebringen und die besteht eben nicht nur aus einem durchgestylten Instagram-Profil. Ich will zeigen, dass niemand perfekt ist.“ Neben guten Vibes und ausgelassener Spielfreude ist genau das der rote Faden auf „Mar De Colores“: Obwohl oder gerade weil Alvaro Soler die andere Seite verkörpert, plädiert er dafür durchzuatmen, das Leben zu genießen und ruhig mal eine Schwäche zu zeigen.

„Neue Ideen habe ich einfach in meine Welt übersetzt.“ Während er beim Debüt wie in einem Rausch experimentierte, ergab sich bei „Mar De Colores“ eine klare Linie: „In den Songs steckt immer noch viel Liebe zum Detail, aber sie verbreiten auch eine coole Leichtigkeit. Die Arrangements sind super organisch – es soll Spaß machen, die Songs zu hören.

Spaß in Form von erfrischender Selbstironie macht auch die Vorabsingle „La Cintura“ („Die Hüfte“), auf der er seine mangelnden Tanzqualitäten besingt. „Als ich den Text schrieb, dachte ich, dass ich das Wort ‚Cintura’ noch aus dem Refrain werfen muss, da ich ja absolut kein Tänzer bin. Aber dann sagte ich mir: Warum schreibe ich nicht genau über diese Schwäche, also die Tatsache, dass es wirklich albern aussieht wenn ich tanze? Umso cooler, dass ich jetzt täglich Videos aus der ganzen Welt bekomme, in denen Leute zu dem Song tanzen.

„Heutzutage haben die Menschen Angst vor Kompromissen.“ Genauso entwaffnend ist Alvaros Umgang mit großen Gefühlen, die man im wunderbaren „Te Quiero Lento“ („Ich liebe dich langsam“) belauschen darf.

„Manchmal zieht es uns zu der Person, die uns das Herz bricht.“ Das Thema bleibt nicht eindimensional: Einfühlsam, mit zarter Percussion und unwiderstehlichem Picking-Groove erzählt Alvaro in „Ella“ („Sie“) die unglückliche Liebesgeschichte eines Freundes.

Bisweilen lässt man sich von jemandem ‚vergiften’, der die Liebe nicht erwidert. Das ist natürlich menschlich, tut aber sehr weh.“ Er scheut sich nicht, Abgründe zu offenbaren – Songs wie „Niño Perdido“ („Verlorener Junge“) liegen ihm am Herzen. Mitreißendes Breitband-Orchester und Herzblut-Vocals lassen im Song all das raus, was an Traurigkeit genauso zum Leben gehört wie die Liebe.

Bei aller Tiefe haben Tanzen und positive Vibes natürlich einen festen Platz im Universum von Alvaro Soler – und auf „Mar De Colores“ steht „Puebla“ für diese Essenz. Der Song, der auch die Zeile zum Titel des Albums liefert, strahlt mit Ukulele, Bläsern, afrikanischen Sounds und euphorischen Chören pure, ansteckende Lebensfreude aus. „Ich mag das sehr. Das Lied besteht aus drei Akkorden, alle in Dur; es wird nicht gedacht, es ist einfach nur happy. Das wird vor allem bei den kommenden Konzerten sicher großartig!“

Alvaro Soler ist mehr als nur seine Sommerhits: Der 27-jährige Musiker, der aktuell zwischen Spanien und Deutschland pendelt, bringt ein Album, das berührende Balladen, gefühlvolle Groover und glühend heiße Hitrhythmen homogen und uneitel vereint. Er ist ein sensibler Songwriter mit allem, was man für die große Bühne braucht. Er hat ein großes Herz, jede Menge Humor – und etwas zu sagen, das wir alle hören sollten.

„Con un mar de colores yo te quiero pintar“ – "Mit einem Meer aus Farben möchte ich dich malen“

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Erstellt im Oktober 2018