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Der perfekte Roadttrip durch Italien
Zahlreiche Städte voller kultureller, architektonischer und archäologischer Highlights, eine traumhafte Küste mit tollen Stränden und idyllischen Fischerdörfern - wer einen Urlaub in Italien plant, hat die Qual die Wahl, wohin es denn nun genau gehen soll. Warum nicht einfach von allem etwas sehen - auf einem Roadtrip durchs Land? NEW YORKER NEWS hat eine Route zusammengestellt, die euch in etwa zwei Wochen einmal rund um den Stiefel führt.
Von Rom aus­ge­hend führt die Reise Rich­tung Sü­den, über Nea­pel an der wun­der­schö­nen Amal­fi­küste ent­lang bis nach Tro­pea in Ka­la­bri­en, dann wei­ter bis zum Stie­fel­ab­satz nach Apu­li­en, von wo aus es ent­lang der Adria­küste wie­der Rich­tung Nor­den in se­hens­werte Städte wie Ur­bi­no, Ve­rona und Bo­lo­gna geht. Die jahr­hun­der­te­al­ten Küs­ten­dör­fer an der ita­lie­ni­schen Ri­viera ste­hen auf die­sem Roadt­rip durch Ita­lien ebenso auf dem Rou­ten­plan wie die Tos­kana mit ihren mit­tel­al­ter­li­chen Städt­chen.

Roadtrip durch Italien - die Stationen im Überblick

 
Start- und Endpunkt: Rom
Wenn ihr mit dem ei­ge­nen Auto an­rei­st, solltet ihr den Roadt­rip in Ve­rona star­ten. An­sons­ten emp­fehlen wir als Start-​ und End­punkt Rom. Von der città eterna , der "Ewi­gen Stadt" mit ihrer ein­zig­ar­ti­gen Ge­schichte und Ar­chi­tek­tur, kann man schließ­lich nie genug se­hen. Zudem hat Ita­li­ens Haupt­stadt gleich zwei Flug­hä­fen, da fin­det sich mit Si­cher­heit ein güns­ti­ger Flug. So­wohl in Ciam­pino (wird u.a. von Ryanair und Wizz Air an­ge­flo­gen) als auch am Haupt­flug­ha­fen in Fiu­mi­cino kann man sich be­quem einen Miet­wa­gen neh­men, wobei wir un­be­dingt emp­feh­len wür­den, in Roms Zen­trum nicht mit dem Auto zu fah­ren -​ zu chao­tisch! Statt­des­sen bie­tet sich an, den Wagen ent­we­der erst nach dem Er­kun­den der Stadt an­zu­mie­ten, oder ihn im Küs­ten­vor­ort Lido di Ostia ab­zu­stel­len. Von dort aus fährt die Bahn­li­nie Roma-​Lido bis zum Bahn­hof Os­ti­ense an der Porta San Pao­lo, es be­steht eine di­rekte An­bin­dung an die U-​Bahn, die Sie mit­ten ins Zen­trum bringt.
 
Min­des­tens zwei Tage solltet ihr ein­pla­nen, um Rom zu ent­de­cken, bes­ser drei. Das Gute: Roms his­to­ri­sches Zen­trum ist zwar groß, lässt sich aber mit be­que­men Schu­hen sehr gut zu Fuß er­kun­den. Ein idea­ler Aus­gangs­punkt für eine erste Tour ist die Spa­ni­sche Trep­pe, denn man kommt schnell auch zu an­de­ren Se­hens­wür­dig­kei­ten wie dem Trevi-​Brun­nen, dem Pan­theon, der Pi­azza Na­vo­na, dem Forum Ro­ma­num, dem Ko­los­seum und dem Pe­ters­platz. 
Rom hat so viele Se­hens­wür­dig­kei­ten, dass ein gan­zes Leben kaum aus­reicht, um alles zu sehen (Foto: Getty Images)
Neapel
Auf der Wei­ter­fahrt Rich­tung Nea­pel soll­tet ihr un­be­dingt einen Ab­ste­cher nach Cas­tel Gan­dolfo ma­chen, das etwa 40 Au­to­mi­nu­ten süd­lich von Rom liegt. Das Dorf, ober­halb des Al­ba­ner Sees, ist vor allem be­rühmt als Som­mer­re­si­denz, in der die Päpste schon seit Jahr­hun­der­ten ihren Ur­laub ver­brin­gen. Da­ne­ben gibt es eine kleine se­hens­werte Alt­stadt.
Auf der A1 geht es dann wei­ter in Rich­tung Sü­den, die Fahrt dau­ert etwa zwei­ein­halb Stun­den. Nea­pel, die ma­le­ri­sche Stadt am Fuße des Ve­suvs, ist be­rühmt ist für ihre leicht chao­ti­sche Le­ben­dig­keit und die Le­bens­freude sei­ner Ein­woh­ner. Sie kön­nen die Ge­burts­stadt der Pizza na­tür­lich nicht wie­der ver­las­sen, ohne eine sol­che auch pro­biert zu ha­ben. Ma­cht euch be­reit, es wird die beste Piz­za, die ihr je ge­ges­sen ha­bt! Nicht um­sonst wurde die nea­po­li­ta­ni­sche Pizza kürz­lich in Kul­tur­erbe der Un­esco auf­ge­nom­men. Von Nea­pel aus bie­tet sich zudem ein Aus­flug zu Rui­nen der an­ti­ken Stadt Pom­peji an, die bei einem ver­hee­ren­den Aus­bruch des Ve­suvs im Jahr 79 n. Chr. ver­schüt­tet wur­de.

Tropea
Die Wei­ter­fahrt Rich­tung Süden er­folgt über die le­gen­däre SS163, die wohl schönste Pan­ora­ma­straße Ita­li­ens. Die so­ge­nannte Amal­fi­tana, die den Golf von Nea­pel und den Golf von Sa­lerno ver­bin­det, ist etwa 40 Ki­lo­me­ter lang und bie­tet traum­hafte Aus­sich­ten auf das Meer und die Küs­te. Nach der Fahrt auf der Au­to­bahn (die meis­ten ita­lie­ni­schen Au­to­bah­nen sind üb­ri­gens ge­büh­ren­pflich­tig) durch meh­rere Na­tio­nal­parks er­rei­chen wir schließ­lich die Re­gion, die die Spitze des Ita­li­ens­tie­fels bil­det: Ka­la­brien.

Die Küs­ten und Strände der Tyr­rhe­ni­schen Seite Ka­la­bri­ens sind ein­fach un­be­schreib­lich. Tro­pea ge­hört zu den be­lieb­tes­ten Ba­de­or­ten in Ka­la­brien und ist ideal für die­je­ni­gen, die Sand­strände lie­ben. Hier kön­nen Sie son­nige Tage, eine leichte Mee­res­bri­se, kris­tall­kla­res Traum­was­ser und le­cke­res Essen ge­nie­ßen. Tro­pea ist auch der ideale Ort für Tau­cher und zum Schnor­cheln.

Lecce
Auf der Wei­ter­fahrt durch­que­ren wir Ka­la­bri­en, fah­ren zu­nächst nach Nor­den Rich­tung Sa­lento und bie­gen dann Rich­tung Lecce ab. Die Haupt­stadt der Re­gion Apu­lien wird von vie­len wegen ihres künst­le­ri­schen Erbes und der pracht­vol­len Bau­ten im Ba­rock­stil auch als "Flo­renz des Sü­dens" be­zeich­net. In Lecce kann man wun­der­bar ent­span­nen, fri­schen Fisch essen und le­cke­ren Wein trin­ken. Zudem be­fin­den sich ganz in der Nähe ei­nige wun­der­bare Strän­de.

Vieste
Als Zwi­schen­stopp auf der lan­gen Fahrt zwi­schen Lecce und Ur­bino haben wir auf dem Roadt­rip durch Ita­lien das ehe­ma­lige Fi­scher­dorf Vieste am "Sporn" des ita­lie­ni­schen Stie­fels aus­ge­sucht. Die Stadt ist spek­ta­ku­lär auf Fel­sen ge­baut, die ins Was­ser ra­gen, hier kann man wun­der­bar in einer Bar sit­zen und den Son­nen­un­ter­gang be­ob­ach­ten.

Urbino
Am nächs­ten Mor­gen geht es wei­ter ent­lang der Adria­küste Rich­tung Nor­den. Der nächste Stopp ist Ur­bino in den Mar­ken. Die Mar­ken sind eine Re­gion in Mit­te­li­ta­lien mit Orten vol­ler Char­me, Ge­schichte und Tra­di­tion, die eine wich­tige Rolle in der ita­lie­ni­schen Re­naissance ge­spielt ha­ben. Ur­bino ist ein ech­tes Juwel die­ser Re­gion und zählt wegen sei­ner Ar­chi­tek­tur und Kul­tur­ge­schichte zum Welt­kul­tur­erbe der Un­es­co. Der Pa­lazzo Du­cale ist das be­deu­tendste Bau­werk der Stadt. Die etwas er­höht ge­baute Lage er­laubt eine traum­hafte Aus­sicht auf das Um­land.
Bildunterschrift: Mit­tel­al­ter­li­che Bau­ten in Ur­bino (Foto: Urbino.jpg; Credit: Getty Images)

Bologna
Nur zwei Stun­den ent­fernt von Ur­bino liegt Bo­lo­gna, der zen­trale Kno­ten­punkt in Nord-​Ita­lien auf die­ser Rei­se. Bo­lo­gna wird von Tou­ris­ten oft un­ter­schätzt, dabei han­delt es sich um eine sehr dy­na­mi­sche und le­ben­dige Stadt, die die Tra­di­tion der Re­gion Emi­lia-​Ro­ma­gna mit der Mo­der­ni­tät eines sehr in­ter­na­tio­na­len Pu­bli­kums ver­mischt. Das Zen­trum ist ein wah­res Bei­spiel mit­tel­al­ter­li­cher Schön­heit mit engen Gas­sen, die Bou­tiquen, Trat­to­rien und cha­rak­te­ris­ti­sche Bars ver­ber­gen. Zudem kommt aus der Emi­lia-​Ro­ma­gna das beste Essen der Welt -​ Par­me­san, Par­ma­schin­ken, Bo­lo­gne­se, Mor­ta­del­la, um nur ei­nige davon zu nen­nen. In klei­nen Ge­schäf­ten wer­den Nu­deln jeg­li­cher Art an­ge­bo­ten, von den De­cken hän­gen ganze Schin­ken und in den Re­ga­len tür­men sich Kä­se­lai­be. Der "Torre degli asi­nel­li" (auf Deutsch "der Esel­stur­m") ist das Wahr­zei­chen der Stadt. Für Bo­lo­gna soll­tet ihr zwei Tage ein­pla­nen.
Bildunterschrift: Ein Spe­zia­li­tä­ten-​Ge­schäft in Bo­lo­gna (Foto: Bologna.jpg; Credit: Getty Images)

Verona
Wei­ter geht‘s in die Re­gion Ve­ne­tien ... aber nicht nach Ve­ne­dig! Die Stadt der Kanä­le, Gon­deln und Brücken haben wir be­wusst bei die­sem Roadt­rip aus­ge­spart, da man oh­ne­hin nicht mit dem Auto hin­ein­fah­ren kann. Wer genug Zeit mit­bringt und noch nie in Ve­ne­dig war, sollte sich einen Ab­ste­cher dort­hin na­tür­lich trotz­dem nicht ent­ge­hen las­sen. An­sons­ten ist Ve­ro­na, die Stadt der ba­ro­cken Ar­chi­tek­tur und Schau­platz des Dra­mas um Romeo und Ju­lia, eine gute Al­ter­na­ti­ve, da es we­ni­ger teuer und we­ni­ger chao­tisch ist, aber den­noch viel zu bie­ten hat. Wer kann, sollte sich Kar­ten für ein Kon­zert in der Arena von Ve­rona si­chern -​ ein un­ver­ge­ss­li­ches Er­leb­nis.

Cinque Terre
Drei­ein­halb Stun­den dau­ert die Fahrt zur zwölf Ki­lo­me­ter lan­gen, zer­klüf­te­ten Küs­ten­li­nie der Cin­que Terre in Li­gu­ri­en. Die bun­ten Häu­ser, die sich in steile Hänge schmie­gen, zäh­len zu den am meis­ten fo­to­gra­fier­ten Orten der Welt. Mon­te­ros­so, Ver­naz­za, Cor­nig­lia, Mana­rola und Riomag­giore müs­st ihr un­be­dingt be­su­chen.

Siena
Von der li­gu­ri­schen Küste geht es wei­ter in die Tos­ka­na... aber nicht nach Flo­renz! Flo­renz ist das Sym­bol die­ser Re­gion, aber tou­ris­tisch sehr über­lau­fen. Wir möchten euch des­halb ein fast ebenso ein­drucks­vol­les und fas­zi­nie­ren­des al­ter­na­ti­ves Rei­se­ziel na­he­le­gen: Siena! Die Pi­azza del Campo und der Dom sind die wich­tigs­ten Se­hens­wür­dig­kei­ten die­ser Stadt, die durch die ty­pi­sche mit­tel­al­ter­li­che Struk­tur der Tos­kana ge­kenn­zeich­net ist. Siena ist zudem eine aus­ge­zeich­nete "Low Cost"-​Lö­sung im Ver­gleich zum deut­lich teu­re­ren Flo­renz.

Rückkehr nach Rom
Der Roadt­rip endet mit der Rück­kehr von Siena nach Rom. Auf der A1 dau­ert die Fahrt etwa drei Stun­den. Am Ende wer­det ihr mehr als 2800 Ki­lo­me­ter zu­rück­ge­legt und mehr als 30 Stun­den am Steuer ge­ses­sen ha­ben. Für den per­fek­ten Roadt­rip durch Ita­lien soll­tet ihr min­des­tens zwei Wo­chen ein­pla­nen. Wenn ihr mehr Zeit mit­brin­gt, umso bes­ser: Un­ter­wegs bie­ten sich noch viele wei­tere Orte für einen Ab­ste­cher an, etwa San Gi­mi­gnano in der Tos­ka­na, der Klein­staat San Ma­rino nahe der Adria­küste oder der Gar­da­see nicht weit von Ve­ro­na. Und na­tür­lich die vie­len Fi­scher­orte und Strände an der lan­gen Küste des Bel Paese.