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Hit Tipp | Reece Lemonius
„Give me something I can feel…“ Ein Soundtrack aus Tech-Noir Fantasien und Herzschmerz Szenarien... wie aus einer verlorenen Zeit …
Dabei vereinigt er Elemente aus alternativem R&B, Funk, Soul und melancholischen Pop. Gerade lief noch „The lost boys“ im Autokino, jetzt steuert das 280er Pagoda ziellose durch eine schwüle Sommernacht, vollgetankt mit Achtziger Beats und klassischen Gitarren Sounds, die aus den Boxen tönen. Sein gefühlvoller Gesang und die zeitlosen Melodien navigieren durch die sechseinhalb Track lange Platte, Richtung Morgengrauen. 

Schließ die Augen und umarme den Augenblick, denn er wird vergehen. Midnight – a never ending new beginning …

Hier kannst du dir den Song "Something I can Feel" anhören:

Interview:


Im Gespräch mit NEW YORKER News erzählt er von seinem neuen Album und wie er die Zeit in der aktuellen Situation nutzt.

Dein neues Album „Midnight“ ist beeinflusst von den 1980er Jahren, mit Anleihen an Michael Jacksons „Thriller“ oder der Romantik von Drive-In-Cinemas. Was ist so faszinierend an einer Zeit, in der es weder Internet noch Handys gab?
Vielleicht ist es ein Klischee, aber der große technologische Unterschied (im Vergleich zu heute) war, dass man mehr mit den Menschen in der Nähe verbunden war. Alles hatte so viel mehr Wert, weil es nicht so reichlich vorhanden und leichter zugänglich war. Meine Eltern erzählen mir Geschichten über Zeiten, in denen man zusammenkam, weil zum Beispiel Michael Jackson ein Musikvideo veröffentlichte. Sie trafen sich mit Freunden und feierten eine Party, um es sich anzusehen. Heutzutage kann man im Bett bleiben und es auf dem Telefon anschauen. Es war physischer, man musste ein Album oder eine Single kaufen und darauf aufpassen, dass es nicht kaputt geht oder zerkratzt. Jetzt kann man die Musik Millionen Mal von ebenso vielen Geräten überall auf der Welt streamen.

Während der Corona-Krise bleiben viele Menschen zu Hause. Was ist dein bester Tipp, wie man die Zeit sinnvoll nutzen kann?
Zunächst einmal sollten die Menschen sich nicht damit überfordern, dass sie jetzt unbedingt etwas Neues lernen müssen. Wenn du aus allem mit einem guten Gefühl für dich selbst herauskommst, unabhängig davon, was du getan oder nicht getan hast, dann ist das großartig. Haltet den Kopf gerade. Ansonsten habt so viel Spaß, wie ihr könnt. Was immer du gerne tun möchtest, tue es. Wer weiß, wann wir wieder so viel Zeit haben werden, um zu versuchen, uns selbst zu verstehen? Ehe man sich versieht,  sind wir alle wieder in der Tretmühle und sehnen uns danach, dass alles langsamer wird, damit wir uns entspannen können.

Abgesehen von deinen eigenen Songs: Welche Musik hörst du gerade oft und kannst du empfehlen?
Meine Lieblingsliste allein der letzten Tage ist fast endlos, hier sind einige Künstler, die ich gerade höre: Roddy Rich, The Weeknd, Ben Rector, Finneas,  ODESZA, Harry Styles und Eli Sostre.

Worauf freust du dich am meisten, wenn die Situation wieder halbwegs normal ist? 
Zu allererst: dass ich meine Freunde wiedersehe! Dann auf Tournee zu gehen und aufzutreten ... oh, und ins Fitnessstudio zu gehen! Ich bin im Moment nämlich recht faul. Das Fitnessstudio gehörte für mich bisher immer dazu und es fühlt sich so seltsam an, gerade nicht körperlich aktiv zu sein. Ich genieße es aber auch, wie still im Moment alles ist. Ich werde zwar definitiv nicht vermissen, was das Virus mit uns gemacht hat, aber die Stille, die werde ich schon vermissen.